Hardheims Oberliga-Handballer verlieren das für Platz 5 so wichtige Duell in Viernheim mit 27:29 und müssen weiter um die direkte Oberliga-Qualifiaktion bangen.

Wie zu erwarten sahen die zahlreichen Zuschauer eine äußerst spannende und hochklassige Oberliga-Partie in der „Rudolf Harbig Halle“ in Viernheim. Am Ende hatten die Hausherren vom TSV Viernheim die Nase vorne, da es der TV Hardheim am Samstagabend nicht schaffte, sich für die starke Mannschaftsleistung zu belohnen.
Vielleicht trauert man den zahlreich vergebenen Chancen nach, ärgert sich wegen der vier vergebenen Siebenmeter, die eigentlich gereicht hätten, um auch aus Viernheim beide Punkte mitzunehmen. Am Ende hatten die Hausherren das Glück des Tüchtigen und gewannen die so wichtige Begegnung um Partie um Platz 5 knapp mit 29:27.
Die Hausherren waren von Beginn an gewillt, die Partie für sich zu entscheiden und lagen zur Freude der einheimischen Zuschauer bereits nach fünf Minuten in Front. Dazu kam aus Hardheimer Sicht die erste Zweiminutenstrafe gegen Jannik Huspenina, und damit war es alles andere als ein guter Start in die Begegnung für den TVH. Erst so nach und nach fanden die Gäste ins Spiel kamen Treffer um Treffer heran, und nach knapp 15 Minuten Spielzeit durfte man im Lager der Gäste nach dem Treffer von Philipp Ohlhaut den 5:5-Ausgleich bejubeln, Nils Käflein setzte noch einen obendrauf, und schon war der TVH in Führung.
Fortan wechselten sich beide Mannschaften in der Führung ab und damit nahm die Begegnung zunehmend an Fahrt auf. Letztlich konnte der TSV Viernheim die knappe 12:11-Halbzeitführung mit in die Kabinen nehmen, trotz zwischenzeitlicher doppelter Unterzahl wegen Zweiminutenstrafen.
Damit versprach die Partie auch einiges für die zweiten 30 Minuten, die erst einmal mit einem vergebenen Strafwurf für den TVH begann. Nils Käflein und Yannik Huspenina drehten aber gleich hinterher den Spieß zu Hardheims Führung. Das Spiel wogte hin und her, doch in der 38. Minute hatten die Hausherren erstmals ihre Führung auf drei Tore zum 19:16 ausgebaut. Allerdings hielt Jannik Huspenina die Hardheimer im Spiel.
Die stets knappe Führung für den TSV Viernheim hatte solange Bestand, bis Nils Käflein zum 26:26 fünf Minuten vor dem Ende den traf. Somit durfte der TVH weiterhin auf einen Erfolg hoffen, doch der Jubel der zahlreich mitgereisten Fans aus der „Südkurve“ verstummte schnell, nachdem Viernheim nochmals zwei Treffer vorlegte. Philipp Ohlhaut verkürzte nochmals zum 27:28, doch der finale Treffer gehörte nochmals den Hausherren, die am Ende der Partie den knappen 29:27-Sieg bejubeln durften.
Der Ausgang des Spiels ist für den TVH ärgerlich, aber sicherlich kein Beinbruch, da der 5. Tabellenplatz auch nach der Niederlage Bestand hat, aber im nächsten Heimspiel gegen Tabellenführer Heddesheim erneut auf die Probe gestellt wird.
Text: © Fränkische Nachrichten, Montag, 31.03.2025 Klaus Narloch
Bild: Klaus Narloch