Weshalb dem TVH ein Sieg mit nur neun Feldspielern gelingt

Hardheim triumphiert mit einem 34:21-Sieg bei der HSG Weschnitztal in der Handball-Oberliga Baden und festigt den fünften Tabellenplatz. Alle Spieler werfen Tore.

“In allen Belangen überlegen.“ Das ist eine gebräuchliche Formulierung nach einem Kantersieg in dieser Höhe. Die gern genutzte Formulierung trifft für den 34:21-Auswärtssieg des TV Hardheim schon zu, ohne den Gastgebern der HSG Weschnitztal zu nahe treten zu wollen, da die Gäste aus dem Erftal über die gesamte Spielzeit gezeigt haben, in welch guter Verfassung sie derzeit sind und zu Recht auf dem fünften Tabellenplatz der Handball-Oberliga Baden stehen. Mit nur neun Feldspielern an Bord waren die Voraussetzungen für einen Erfolg in Weschnitztal allerdings alles andere als gut, hatte man sich im Hinspiel doch gerade noch über den Ausgleich in allerletzter Sekunde gefreut.

„Es ist nicht entscheidend wie viele Spieler man hat, sondern mit welcher Einstellung sie in die Partie gehen“, hat es Hardheims Trainer Lukas Dyszy ganz treffend ausgedrückt. Und die, die dabei waren, die hatten eine gute Einstellung. „Zweikampfstark und aggressiv in derAbwehr mit einem starken Mike Siebentritt zwischen den Pfosten und einem tollen Tempogegenspiel nach vorne haben wir auch in der Höhe verdient gewonnen“, äußerte sich ein zufriedener Trainer nach der Partie. Alle neun Feldspieler haben sich in die Torschützenliste eingetragen, wobei diesmal Nils Käflein mit sieben Treffer Hardheims bester Werfer war.

Schon zu Beginn hatte der TVH die Weichen für den Erfolg gestellt nachdem man bereits nach neun Minuten mit 8:3 in Front lag. Dieses Zwischenergebnis veranlasste den Gästetrainer schon früh, die erste Auszeit zu nehmen, um seine Mannschaft auf die frühe Gästeführung einzustellen. Allein mit Worten konnte man Hardheims Ansturm allerdings nicht lösen, und so kamen innerhalb weniger Minuten weitere Treffer dazu, da Weschnitztal einfach die Mittel fehlten, um den Hardheim „Express“ aufzuhalten. Für die Hausherren war der 7:18-Halbzeitstand schon so deprimierend, da damit ein Erfolg schon in weite Ferne gerückt war.

 

Auch Youngster Johannes Gärtner trifft

Nach dem Seitenwechsel hielt der TVH weiterhin seinen Vorsprung und letztlich baute diesen sogar noch aus. Nach dem Treffer von Henrik Bischof zum 30:17, zehn Minuten vor dem Ende war die „Messe“ bereits gelesen und der TVH war gedanklich bereits bei der nächsten Partie. Trainer Lukas Dyszy durfte sich freuen nach den letzten beiden Auswärtsniederlagen zwei ganz wichtige Punkte eingefahren zu haben. Damit war der Spannungsbogen in den letzten zehn Minuten auch nicht mehr ganz so hoch und damit gewann der TVH seine Auswärtspartie in Weschnitztal Dank einer mannschaftlich geschlossenen Leistung und dem letzten Treffer durch Johannes Gärtner verdient mit 34:21.


Text: © Fränkische Nachrichten, Montag, 17.03.2025 Klaus Narloch

Bild: Klaus Narloch